Die Kunst mit dem Klebeband

Ich bin ja schon öfter darüber gestolpert und ganz neu ist es auch nicht, wenn man in der Kunstszene forscht. Aber, ja aber…

Der in Amsterdam ansässige Künstler Max Zorn bringt das Tapeart doch auf ein ganz anderes Level. Nur mit Klebeband, Skalpell und einer Durchleuchteinheit bewaffnet, macht er sich ans Werk, um das Tape in verschiedenen Schichten auf das Glas zu bringen. Klar ist, je dunkler eine Stelle werden soll, desto mehr Klebebänder müssen übereinander geklebt werden. So kommt dem künstlerischen Weißraum hier eine ganz entscheidende Bedeutung zu. Nachträglich kann zwar noch das ein oder andere mit dem Skalpell herausgeschnitten werden, aber es ist schon sehr erstaunlich, wie diese Bilder tatsächlich entstehen und wie sie später auf der Straße wirken. Denn da gehören sie hin. Auf die Straße. An die Straßenlaternen.

There She Walks | © Max Zorn

Ein bisschen Guerillamarketing gehört in diesen Tagen natürlich auch dazu. Die Streetart soll sich weltweit verbreiten – oder sagen wir: Es wäre wunderbar, wenn in jeder großen Metropole der Erde, mal ein Klebebandbild von Max Zorn an einer Straßenlaterne leuchten würde. Deshalb kann der Kunstmuffel zu Hause den guten Max Zorn auch unterstützen. Und zwar ganz einfach, indem er einen seiner Sticker anfordert und diesen dann in seiner Stadt aufhängt. Das Beweisfoto wird dann selbstredend auf der eigenen Webseite veröffentlicht werden. Wer letzten Endes tatsächlich einen Sticker zum anbringen bekommt, hängt zu allererst jedoch von dem Spot ab, wo das Tapeart später hängen soll. Denn Zorns Straßenkunst soll im urbanen Raum natürlich auch seinen geeigneten Platz bekommen.

Weil aber Kunst nicht immer nur kreativ und herzerfrischend ist, sondern auch viel Zeit in Anspruch nimmt und nebenbei auch noch Geld kostet, schafft Max Zorn für Tapeart-Fans aus aller Welt weitere Anreize durch ein witziges Spendensystem: Beträge bis 49,99 Euro unterstützen den Künstler und sein Projekt. Wer aber 50 Euro oder mehr spendet, bekommt im Gegenzug sein eigenes Klebebandbild zugeschickt bzw. kann sich eines aus einem Pool aussuchen. Ist der Kunstliebhaber gar bereit, tiefer in die Tasche zu greifen, bekommt er auch „mehr“ für sein Geld bzw. kann andere, teils größere Bilder des Künstlers wählen. Die Staffelung geht von 75, 160, 200 bis hin zu 280 Euro, wobei natürlich nach oben keine Grenzen gesetzt sind. Und ich bin mir sicher, dass Max Zorn in diesem Falle auch ganz individuelle Konditionen für den zahlenden Kunstinteressierten finden wird. Ganz kreativ eben…

Weitere Infos: www.maxzorn.com

3 Kommentare

  1. App Development Bangalore 27. Februar 2017
  2. Ansgar 5. Oktober 2012
  3. Malte 24. Februar 2012

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