Alte Schnapper: Rost und Lehmann…

… im Torhüter-Sympathie-Check

Tja ja, der Volksmund sagt gern: „Je oller, je doller!“ Bei Torstehern kann das auch stimmen, was beide Exemplare hier, also Frank Rost und Jens Lehmann, durchaus beweisen. Für mich ist Lehmann, auch wenn ich es ungern zugebe, noch der bessere von beiden, aber eigentlich geben sie sich nicht viel. Zu ähnlich sind sich die beiden außerhalb des Spielfeldes. Sagen gerne das, was andere nicht hören wollen und versuchen, das ein oder andere Mal richtig anzuecken. Im landläufigen Fußball(fach)jargon wird dann gerne von „Wachrütteln“ gesprochen. Das mag aber jeder für sich beurteilen.

]Die alten Schnapper können's doch noch

Frank Rost mochte ich mal wirklich gerne. Und zwar bei der WM 2002, als alles auf Olli Kahn fixiert war, die Deutsche Nationalelf aber eigentlich nur unterklassige Gegner hatte und ja, Olli sich ein paar Mal richtig gut in Szene setzen konnte. Da hat der gute F.R. sinngemäß gesagt, dass es auch noch zehn andere Spieler auf dem Feld gibt und ihn diese Olliverkahnisierung zunehmen auf den Sack ginge. In gewissem Sinne war dieser Ausspruch ja fast schon visionär, der Ausgang des Endspiels ist ja hinlänglich bekannt.
Dennoch hat es der liebe F.R. nie so richtig geschafft, Sympathiepunkte beim Fußballvolk zu sammeln. Zu motzig tritt er bisweilen auf, schreit auf dem Feld rum und, auch wenn er einen soliden Job macht, überragend hält er nun auch nicht. Ich glaube zwar, dass man dem Menschen F.R. hinter dem Torwart F.R. manchmal nicht so gut erkennen kann und ihm deshalb Unrecht tut, aber sympathisch ist irgendwie anders. Auf der Skala maximal 3.

Bei Jens Lehmann verhält sich die Sympathie-Skala auch sehr ähnlich. Früher war er mir wohlgesonnen, weil er zumindest ein paar kluge Sätze in die Kameras lächeln konnte und den ganz smarten Sportsmann gab. Nach seinem Kurz-Gastspiel bei AC Milan veränderte er sich aber zunehmen. Wäre er auf dem Feld, dann würde er ohne Zweifel Mark van Bommel Konkurrenz machen. Er ist ruppig, schimpft rum und geht schon mal gern an die Grenzen des Unsportlichen. Ganz schlimm wird es dann, wenn er sich später fast schon kindlich vor den Kameras im Recht wähnt. Wahrscheinlich ist er da mental schon bei seinen Hubschrauberflügen nach Starnberg. Und damit verspielt er immer weiter Kredit. Zwar ist er über jeden Sportzweifel erhaben – meiner Meinung nach derzeit nach wie vor der beste Torsteher – aber sympathischer macht ihn das halt leider auch nicht. Ähnlich wie F.R. hat J.L. das Problem, dass man den Menschen nicht so gut beurteilen kann (eigentlich ist das meine einzige Hoffnung), sondern nur den im Tor stehenden Rohrspatz sieht, die sich aufführen, wie Olli Kahn in seinen besten Zeiten. Da ich aber dennoch hier Sympathiepunkte verteilen soll, bleibt er auf der Stufe bei einer 0 bis 1 stehen. Mehr geht einfach nicht…

2 Kommentare

  1. Hans 24. August 2009
  2. Petermann 13. August 2009

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