Fußball ist gerecht… oder?

Dienstags in der Champions League:

Eigentlich war das Ding ja schon nach nur elf Minuten gegessen. Wengers junge Spieler versuchten es kurz und schwungvoll, wurden dann aber jäh von Christiano Ronaldo & Co. gestoppt. Das war schön anzusehen – man könnte sich nicht mal im Entferntesten vorstellen, dass in so einem Halbfinale der FC Bayern auch nur einen Meter Land gesehen hätte – und Fergurson kann jetzt mit seinem ManU den Titel verteidigen. Die Chancen stehen gar nicht schlecht.

Messi blieb gegen Chelsea blass - und durfte dennoch am Ende jubeln

Mittwochs in der Champions League:

Chelsea gegen Barca. Genau, da war doch was: da stand doch „unser“ Micha Ballack auf dem Platz. Damit ist eigentlich alles gesagt, denn das Killer Gen hat der Micha ja nicht. Gut, der Schiri hätte einen Handelfmeter geben müssen, und einen anderen können (die anderen waren überhaupt gar nix), aber wenn ein Herr Drogba es nicht schafft, allein vor Valdez den Ball ins Tor zu schieben, dann ist es nicht nur unverständlich, wenn er nach dem Schlusspfiff auf den Schiedsrichter losgeht, sondern schlicht und ergreifend unverschämt und unnötig.Nein, Barcelona fand zu keiner Zeit im Rückspiel in London zu seiner Form, die noch am Wochenende zuvor Real Madrid zu spüren bekam. Und so musste ein Zufallstreffer herhalten, um das 1:1 zu sichern. Das tut Chelsea weh, aber irgendwo ist das doch auch gerecht. Die Abramowitch-Elf versuchte im Hinspiel nur, sich schadlos zu halten und hatten dann im zweiten Anlauf einen Sonntagsschuss gebraucht. Nicht das, was man von einer ach so spielstarken Mannschaft hätte erwarten können oder? Mauerfußball nannte man das früher mal. Oder englisch.

In jedem Falle gibt es jetzt Ende Mai ein Finale, worauf man sich freuen kann. ManU gegen Barca, kein Schlüsselspieler ist bei beiden Mannschaften gesperrt und irgendwie gönnt man es beiden Teams. Man darf gespannt sein.

Diego: Tolles Tor, aber leider im Finale nicht dabei

Donnerstags im Uefa-Cup

Die dritte von vier Begegnungen binnen 19 Tagen zwischen dem HSV und Werder. Pokalfinale mit Timmi Wiese hatten die Werderaner im Elfmeterschießen ja noch bravurös gewonnen; beim 1:0 in Bremen war Rost der Matchwinner und im Rückspiel, nun ja, da hat der liebe Rost ins Leere gelangt. Um anschließend sofort darauf hinzuweisen, dass es ein Flatterball gewesen war, der unheimlich schwer zu halten sei. Nun ja, im Ergebnis, Schuldsuche hin, Schuldsuche her, ist dann die Gleiche: Der HSV ist ausgeschieden, weil Bremen 3 und der HSV zu Hause nur 2 Tore geschafft hat.

Dass auch hier der Schiri noch eine Rolle spielte, liegt ganz einfach daran, dass Diego und Almeida die dritte gelbe Karte gesehen haben. Natürlich Karten wegen Unbeherrschtheiten, die man geben kann, aber sicher nicht jeder Schiedsrichter auch wirklich gibt. Dennoch: beschweren darf sich hier niemand. Ob es gegen Finalgegner Schachtjor Donetsk auch ohne diese beiden reicht, ist allerdings fraglich. Schön für Bremen, die in der Bundesliga so abgefallen sind, dass sie neben dem Uefa-Cup-Finale auch noch den DFB-Pokal holen können. Eine Trophäe ist dann in jedem Falle drin.

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