Fußball =  Männersport

Jetzt liegt wieder eine Woche mit Fußball satt zurück: Champions League, UEFA Cup und heute Abend geht’s ja schon wieder in der Bundesliga mit VW gegen Gazprom weiter. Keine Zeit zum Verschnaufen für den gemeinen Fußballfan. Immerhin haben die Italiener jetzt international nicht mehr ganz so viel mitzureden. In der Champions League ist gar keine Azurri-Mannschaft mehr dabei und im „Verlierer-Cup“ ist nur noch Udinese mit von der Partie. Endlich, ja endlich möchte man als engagierter Fußballfan sagen, zahlt sich bloße Ergebnisverwaltung nicht mehr aus und das attraktive Spiel wird mehr und mehr forciert. Vor allem aber von den Engländern. Und die sind seit jeher bekannt, körperbetonten Fußball zu spielen. Genau das ist es, was den Azurri nicht bekommt und was mich schon 2006 auf die Palme brachte: nämlich dass die Italiener bei jedem kleinen Schubser hinfallen und sich sämtliche Gliedmaßen vor vermeintlichen Schmerzen halten. Vielleicht sollten sich diese Leute mal folgendes Video anschauen:

Aber es sind bei weitem ja nicht nur die Italiener, die sich hingebungsvoll auf dem grünen Rasen räkeln.Auch in der Bundesliga, in der Champions League und in allen anderen Stadien bemerkt man immer mehr, dass die harten Fußballmänner nichts mehr aushalten. Gestern musste immerhin mal Daniel Jensen von Werder Bremen vom Feld, weil er wirklich geblutet hat. Bitte jetzt nicht missverstehen, man wünscht keinem Spieler, dass er tatsächlich verletzt vom Feld getragen werden muss. Aber beim leichtesten Schubser fallen die Herrn mit den strammen Schenkeln gerne sofort hin. Das steigt überdurchschnittlich proportional, wenn sich der Schubser im Strafraum des Gegners befindet. Man kann getrost sagen, dass aus dem einstigen Männersport eine Bewegungstherapie für wehleidige Altherren geworden ist. Leider. Dass es auch noch wirkliche „Männersportarten“ gibt, zeigt das Video über das Australian Football. Vielleicht sollte sich der ein oder andere Fußballer von da eine Scheibe abschneiden. Wahrscheinlich würde da ein halbes Prozent reichen. Denn diese Herren stehen in 90 von 100 solchen Tacklings einfach wieder auf oder hauen dem anderen eine rein. Archaisch, aber in keinem Falle wehleidig.



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