Foderung: Zurück ins Olympiastadion

Ei ei ei, der FC Bayern, Jürgen Klinsmann und die Heimspiele. Jetzt geht’s schon gegen den FC Podolski in die Hose, wo doch der liebe Lukas P. gerade noch beim FCB spielt (aber eigentlich so, als wäre er beim Gegner). Die Hintermannschaft gleicht einem Hühnerhaufen, der Torwart motzt (nicht ganz zu unrecht) gegen die Medien und vorne macht immerhin Klose die Hütte, aber der Schiedsrichter hat etwas dagegen. Ach, auch wenn es schon das dritte reguläre Klose-Tor das letzten Endes nicht gegeben wurde, aber die Schuld bei den Herren in schwarz (oder gelb) zu suchen, ist doch etwas dürftig, für den Klub, der das Abo auf den ersten Platz bei jeder noch so kleinen Gelegenheit vehement für sich beansprucht.

Heimnachteil Allianz-Arena

Nun ja, jeder kann ja mal irren. Allerdings lassen die anderen „Spitzenteams“ auch brav ihre Federn samt Punkte liegen. Hoffenheim bei Stuttgart, Hertha bei Wolfsburg und Leverkusen und der HSV nehmen sich auch noch die Punkte gegenseitig weg. Besser kann es eigentlich für die Münchner kaum laufen. Aber jetzt kommt auch noch die Champions League. Dort haben sie eine ziemlich makellose Bilanz, aber jetzt geht’s in die KO-Runde. Gegen Sporting Lissabon sind die Spieler natürlich ungleich motivierter, aber mal ehrlich: glaub irgendjemand, dass die Bayern in dieser Verfassung die Portugiesen an die Wand spielen, geschweigedenn gewinnen werden? Eigentlich nicht. Rückblickend war das 5:1 gegen die Stuttgarter ein positiver Ausrutscher. Seitdem läuft ja gar nichts mehr. Weder in der Arena noch auswärts. Vielleicht sollten die Verantwortlichen um Uli Hoeneß doch noch mal überlegen, ob sich ein Umzug ins ehrwürdige Olympiastadion nicht lohnen könnte.

„Jetzt dauert es halt doch noch länger, bis wir auf Platz eins stehen“ – sagt: Trainer Klinsmann. „Wenn jeder seine Leistung bringt, dann werden wir deutscher Meister, weil wir die beste Mannschaft haben“ – sagt: Abwehrspieler Philipp Lahm. Bei solchen Aussagen fragt sich der fußballinteressierte Laie aber, woher der FCB seine Weisheit und Optimismus herbekommt. Eine Abwehr ohne System, ein Mittelfeld ohne Anbindung nach vorne und hinten, einen Sturm, dem die Durchschlagskraft fehlt oder der sich, zumindest wenn Luca Toni spielen darf, auch ziemlich leicht ins Straucheln gerät (v.a. im gegnerischen Strafraum). Ob Sporting Lissabon ähnlich wenig Qualität besitzt wie der FC Köln besitzt (jüngst gewannen sie das Derby gegen Benfica), wird sich dann am Mittwoch in der Champions League zeigen. Verlieren sie aber auch dort, könnte es recht ungemütlich für die Herren Hoeneß und Klinsmann werden.

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