Aldi-neuen-Angebote

Ja, ich geb’s zu: ich habe es trotz des letzten Tatorts und der darauffolgenden Entrüstung über Stasimethoden, unmenschlichem Druck von „denen da oben“ und wenig Geld für viele Arbeitsstunden getan: Ich war beim Discounter um die Ecke. Und noch schlimmer: ich habe da auch Geld gelassen (aber nicht wirklich viel!).

Die Karte ist beim Discounter einfach unangebracht - ©SXC

Neueröffnung also. Eine weitere Filiale des größten deutschen Discounters, die über ein Jahr renoviert wurde. Fast hatte ich mich schon daran gewöhnt meine H-Milch, Klopapier, Duschgel, ab und an sogar Gemüse (manchmal muss es schließlich schnell gehen) und Müllbeutel dort zu kaufen. Jetzt haben sie ihn richtig erweitert und mit großem Brimborium eröffnet. Dagegen ist ja eigentlich auch nix zu sagen, aber verwunderlich ist es schon, dass gleich das ganze Stadtviertel dort die Türen einrennt. Eine halbe Stunde vor Ladenöffnung (ich war gerade beim Bäcker), standen sich die Kunden schon die Beine in die dicken Bäuche. Seltsam, oder?

Ich konnte es mir natürlich auch nicht verkneifen, am Nachmittag zur besten Kaffeezeit den Laden zu begutachten. Meine schlimmsten Träume wurden mit einem Schlag wahr. Offensichtlich hatten sämtliche Großfamilien (samt ihren schreienden Kindern), Rentner, Witwen, ein paar Studenten und ein bisschen Fußvolk über ein Jahr hungern müssen, so voll war der – jetzt auch noch vergrößerte – Discounter. Die Schlange an den Kassen war derart lang, dass ich, umkehren konnte ich leider nicht mehr, weil man mich einfach durch diese blöde Schranke drängelte, mich bemüßigt fühlte, doch länger als notwendig durch die riesige Halle schritt und mir alles anschaute.

Nun ja, größer ist er geworden, der Onkel Aldi, auch sauberer, heller und wahrscheinlich auch mit mehr Warenangebot. Ansonsten ist irgendwie alles beim gleichen. „Kennste einen, kennste alle“, so sagt man. Und es stimmt. Gleich ist auch das meiste Geschaue der meisten Kunden geblieben. Ein Trauerspiel. Nachdem ich mir dann eine Milch, ein bisschen Käse und eine Schoki „aufgeladen“ hatte, ging’s an die Kasse. Ein Graus. Einmal stößt die Hinterkundin ständig in meinen Allerwertesten und zweitens dauert es ewig. Der leidige Grund: Bei Aldi darf man ja inzwischen auch mit Karte zahlen. Und davon machen die Leute auch gebrauch. Weil aber der Kassenausgang so klein gehalten ist, dauert das Aufladen, Einladen, Umladen, Karterauskramen, Unterschreiben eine halbe Ewigkeit. Wer dann doch mit Cash zahlt, sind vorwiegend alte Mütterchen, die ihren Geldbeutel erst mal nicht finden und sich dann mit der neuen Währung (dem EURO) nicht zurecht finden. Aber man steht klaglos in der Schlange und wartet und wartet und wartet. Auch ältere Leute müssen einkaufen und die mit EC-Karte sowieso. Ich ja auch. Aber warum zum Teufel sind die immer da, wenn ich auch da bin?! Interessanter Weise macht auch ein Lidl „umme Ecke“ auf. Am 16.2. Doch da werde ich garantiert nicht da sein.

Ein Kommentar

  1. Toddi 10. Februar 2009

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