Weihnachtsgefängnis

Nein, ich mag den Rummel nicht. Und der wird nicht gerade besser, nur weil es auf das „Fest der Liebe“ zugeht. Denn so richtig lieblich geht das überhaupt gar nicht zu. Da stehen die alten Mütterchen, die „noch schnell“ ihre Geschenke kaufen, dann noch zig Teenies, die eigentlich in der Schule sein sollten und Abends, oder am Wochenende, wo der gewöhnliche Arbeiter endlich mal Zeit hat, sein Geld loszuwerden, herrscht ein Gedränge, dass es einen schon beim Betreten jener Konsumtempel rücklings wieder hinauskatapultiert. Immerhin hat man da Zeit gespart…

Dort wünsche ich Weihnachten zu machen

Einziger Ausweg: das Internet. Da findet man auch allerlei, aber vor lauter Preisfeilscherei – wie man weiß, ist Geiz ja unheimlich geil (nur: die bei MM haben wirklich nie, ich wiederhole: NIE, die richtig günstigen Angebote) – und man kommt vor lauter Vergleichen auch nicht zu Potte.


Man bestellt also bei den großen Warenhäusern, ärgert sich, dass der Preis für Elektronika nach Weihnachten weiter sinken wird – ganz außer Acht lassen, dass der immer sinkt – und bestellt man bei den kleinen, kann man sich zwar freuen, dass man den virtuellen kleinen Einzelhändler unterstützt, ärgert sich aber im Umkehrschluss, dass es doch teurer war. Aber wie dem auch sei, wir kaufen in jedem Falle fleißig und auch wenn sie uns in den USA weismachen wollen, dass wir vor einer noch größeren Krise stehen, so müssen wir immerhin noch die letzten Tage im alten Jahr ausnutzen, um der allgegenwärtigen Rezessionsangst 2009 noch entfliehen zu können. Wohl dem, der sich Autobauer oder Banker nennen kann.

Nu denn, ich wünsch den Leuten da draußen in jedem Falle nur das Beste zum Weihnachtsfeste und – sollte ich in Ermangelung an Gelegenheiten nicht dazu kommen – auch schon mal einen guten Rutsch ins Rezessions-Jahr. Es kann nur bergab gehen.

In diesem Sinne: Frohes Fest!

Ein Kommentar

  1. Barbara 24. Dezember 2008

Kommentar schreiben