Torhütender Sympathieträger Nummer eins
Robert Enke als sympathischster Torhüter in der Bundesliga
Fassungslosigkeit, Unverständnis, unendliche Trauer. Das sind die Gefühlsausdrücke, die man derzeit in der Presse zum Tod von Robert Enke lesen kann. Und jedes einzelne trifft auf mich zu.
Nach außen hin machte der Ehemann und Vater einen stets besonnen und gefassten Eindruck. Offenbar täuschte der Eindruck. Wie sonst ließe sich ein Selbstmord erklären? Lässt er sich überhaupt erklären oder muss man es überhaupt erklären, wenn ein Mensch sich das Leben nimmt?
Viele Höhen und Tiefen gab es in seiner Fußballerkarriere. Ausbildung bei Carl Zeiss Jena, dann Gladbach, wo er zu einem jugendlichen Stammtorwart reifte. Es war klar, dass er es nur eine Frage der Zeit ist, bis dieser Torhüter auch für Deutschland zwischen den Pfosten stehen würde. Ein erster Knick kommt in Benfica, anschließend das große Barcelona, wo er überhaupt nicht in Tritt kam. Gleiches gilt für das von Christoph Daum gecoachte Fenerbace Istambul. Erst in Hannover wird Enke wieder glücklich – sportlich gesehen.


