Archiveinträge für Torhüter

Mit voller Kraft voraus…?!

Die Spatzen pfeifen es von den Dächern (z.B. hier oder hier), die Wachablösung steht bevor: Thomas Kraft soll in der Rückrunde den Kasten vom großen FC Bayern anstelle von Hans-Jörg Butt hüten. Chapeau, das ist doch endlich mal eine gute Nachricht. Warum? Das ist ganz einfach: Sagte man dem FC Bayern in der Vergangenheit gerne nach, sie würden die eigenen Talente zwar in den Himmel loben, sie aber nie spielen lassen – siehe Trochowski, Jarolim, Hummels oder Rückkehrer Kroos (um nur einige zu nennen), beweist Cheftrainer Louis van Gaal jetzt aber erneut Mut zur Verjüngung. Und das auf einer neuralgischen Position, wo die letzte Wachablösung mit Michael Rensing so kläglich scheiterte.

Künftig mit Kraft im Tor | © kraftfoods

Doch dieser Falle ist leicht anders gelagert. Denn Rensing, unbestritten ein guter Torhüter mit Potential nach oben, war von der Vorstandschaft eingesetzt worden und nicht vom Trainer. Weiterlesen…

Ein Fels im Club-Tor

Raphael Schäfer im Torhüter-Sympathie-Check

Ganz klar gehört der Torhüter des 1. FC Nürnbergs, ich nehme es vorweg, zu meinen persönlichen Favoriten zwischen den Bundesligapfosten. Er strahlt eine ungeheure Ruhe aus, ist kein Lautsprecher, gibt besonnene Interviews (außer, er zieht sich eine Fleischwunde ausgerechnet beim Spiel gegen den Ex-Club VfB Stuttgart zu) und, das wohl Wichtigste, spielt als moderner Torwart eine hervorragende Saison. Wieder einmal.

Raphael Schäfer - Guter Mann im Club-Tor ©fcn.de

Das war, bis auf eine Ausnahme, eigentlich immer so. Als der heute  31-Jährige nach dem Pokaltriumph 2007 sich nach Stuttgart verabschiedete, gingen manche davon aus, dass mit Einsatzzeiten in der Champions League und den damit gestiegenen, auch der Weg in die Nationalelf nur konsequent sein würde. Aber es kam bekanntlich etwas anders und die Zeit im Schwabenland dürfte die wohl schwärzeste seiner bisherigen Karriere gewesen sein.

Weiterlesen…

Torhütender Sympathieträger Nummer eins


Robert Enke als sympathischster Torhüter in der Bundesliga

Fassungslosigkeit, Unverständnis, unendliche Trauer. Das sind die Gefühlsausdrücke, die man derzeit in der Presse zum Tod von Robert Enke lesen kann. Und jedes einzelne trifft auf mich zu.

Nach außen hin machte der Ehemann und Vater einen stets besonnen und gefassten Eindruck. Offenbar täuschte der Eindruck. Wie sonst ließe sich ein Selbstmord erklären? Lässt er sich überhaupt erklären oder muss man es überhaupt erklären, wenn ein Mensch sich das Leben nimmt?

Viele Höhen und Tiefen gab es in seiner Fußballerkarriere. Ausbildung bei Carl Zeiss Jena, dann Gladbach, wo er zu einem jugendlichen Stammtorwart reifte. Es war klar, dass er es nur eine Frage der Zeit ist, bis dieser Torhüter auch für Deutschland zwischen den Pfosten stehen würde. Ein erster Knick kommt in Benfica, anschließend das große Barcelona, wo er überhaupt nicht in Tritt kam. Gleiches gilt für das von Christoph Daum gecoachte Fenerbace Istambul. Erst in Hannover wird Enke wieder glücklich – sportlich gesehen.

Robert Enke | uefa.com

Weiterlesen…

Torwarthimmel & Torwarthölle…

… oder: was die Medien mit Torhütern derzeit machen.

Nachdem die letzten beiden Wochen der arme Sascha Burchert die Schattenseiten medialer Aufmerksamkeit erfahren musste, wurde gleichzeitig ein weiterer junger Torhüter in den Olymp gehimmelt. Die Rede ist, wie könnte es anders sein, von der angeblich neuen deutschen Nummer eins zwischen den Pfosten: René Adler. Nein, ich will die beiden nicht miteinander vergleichen, die Mechanismen greifen bei beiden auf ganz unterschiedliche Weise.

Sascha Burchert, 19 Jahre jung und durch die Verletzung von Stammtorhüter Drobny in den Kader der Berliner Hertha gerutscht. Eigentlich ein Debüt, wie man es sich nicht schöner vorstellen kann. Da kommt ein junger Mann in eine abstiegsbedrohte Elf und kann eigentlich nichts falsch machen, weil es ohnehin nicht rund läuft. Das Problem ist nur, dass seine Vorderleute derart verunsichert sind und sie ihm überhaupt keine Hilfe gewährten. Auf gut Deutsch: Burchert war die ärmste Sau auf dem ganzen Spielfeld. Und das, obwohl er keine schlechte Leistung bot, auch wenn Bild & Co. ihm das einreden wollten. Bei den zwei fast identischen Gegentoren binnen weniger Sekunden hat er alles richtig gemacht. Mitgespielt, Kopf und Kragen riskiert, wurde aber nicht belohnt. Man stelle sich mal vor, wenn das Lehmann passiert wäre. Der zur Selbstüberschätzung neigende Schlussmann vom VfB hätte sicherlich nach Spielschluss in die Kamera gelächelt und seine Mitspieler zusammengefaltet. Und diesmal, Arroganz hin oder her, zu Recht. Burchert hingegen kann man mit 19 Jahren diesbezüglich noch keinen Vorwurf machen, sehr wohl aber den Mitspielern, die ihn aus der Schusslinie hätten nehmen müssen.

Weiterlesen…



Copyright © 2008–2010 claxon.de. Alle Rechte vorbehalten.

RSS Feed.