Archiveinträge für Steuergelder

Ich will aber nicht mehr…

… für vermeintlich angeschlagene Automobilkonzerne zahlen!

Mal wieder Abwackprämie. Allmählich glaube ich, der Regierung fällt vor den Wahlen gar nichts mehr Neues ein, um an die ach so wichtigen Stimmen zu kommen. Ihr jüngster Vorschlag: die “Umweltprämie” aufzustocken, weil das alles so gut funktioniert hat. Vor allem die Damen und Herren Verkäufer von sehr beliebten Automarken wie BMW, Audi, Mercedes oder Porsche dürften ein Lied davon singen können, wie sehr sie unter dem reißenden Absatz ihrer hochpreisigen Spritschlucker leiden. Einzig die VW-Aktie klettert wieder ein wenig nach oben, der Polo ist fast ausverkauft und brav wurden auch noch satte Boni an die Mitarbeiter ausgeschüttet.

Wo bitte geht's zur Abwrackprämie?

Aja. Und diesen Konzern soll ich jetzt unterstützen, damit auch der kleine Golf vielleicht gänzlich ausverkauft sein wird? Opel will doch auch noch im Auftrag von Matthäus-Double von und zu Guttenberg gerettet werden. Im Falle des Falles zahlt der Steuerzahler also nicht nur für deutsche Unternehmen, sondern auch noch für Töchter der USA. Klingt unheimlich sinnvoll. Weiterlesen…

Zu gierig?

Ehe sie von den Ketten gelassen werden, gibt’s noch ein wenig GeldNein, nein, nein und nochmal nein, “zu gierig” gibt’s doch gar nicht. Warum sollten wir denn alle gemütlich nebeneinanderher leben, friedlich und dem Nachbar gönnen, dass er gerade 17,5 Millionen im Lotto gewonnen hat?! Eben, geht nicht. Denn es liegt nicht in unserem Wesen, dass wir uns mit dem begnügen, was wir immer schon besaßen, sondern wir wollen eben weit mehr als nur unseren Besitzstand wahren. Immer mehr, weiter, lauter eben, wie überall in der Welt…

Deshalb handeln die angeschlagenen Banken durchaus konform, wenn sie jetzt noch ein paar Mark, pardon, Milliarden Euro, an die z.T. schon gechassten Manager ausschütten. Aber schon steht er da, der mediale Zeigefinger und erinnert uns und die, die das Geld erhalten sollen, an die liebe Moral. Weiterlesen…

Der Fußball und die Polizei

Jetzt hat sich doch glatt wieder einmal die Polizeigewerkschaft zu Wort gemeldet. Und das auch noch in der Winterpause: unerhört! Finden zumindest die DFL, der DFB und sicherlich auch die Bundesliga-Clubs. Was erlauben die sich eigentlich…

Ja, was eigentlich?! Gestern tickerte es also über die Mediendienste, dass Robert Wendt, Chef der Polizeigewerkschaft, für seine Sicherheitseinsätze mehr Geld sehen will. Nachzulesen ist das z.B. in diesem Spiegel-Artikel. Neu ist das allerdings nicht, denn Wendt hatte sich ja letztes Jahr schon einmal darüber aufgeregt, dass die Polizei für die Sicherheit hochbezahlter Fußballerbeine herhalten muss wohingegen der Fanpöbel seine Aggression in 90 Minuten plus x auslassen kann.

Fußball sollte einfach mal öfter ausfallen

Nun ist es allerdings so, dass die Polizei von den Steuerzahlern gezahlt wird – auch von solchen, die gar keine Fußballfans sind. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn sicherlich haben die auch irgendwann einmal was zu tun, was wiederum die Stadiongänger nicht interessiert. In den Raum hat Wendt 50 Millionen Euro gestellt, die er gerne als Zuzahlung der DFL für die 975.000 Arbeitsstunden der Polizei im Jahr hätte. Wir rechnen also:

50.000.000 Euro / 975.000 Stunden = 51,3 Euro Stundenlohn

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