Archiveinträge für Konjunkturpaket

Bildung: immer mehr, mehr, mehr

Eine Woche lang konnten Schüler und Studenten auf die Straße gehen, um ein bisschen zu streiken. Recht so. Endlich rühren sich diese Jammerlappen mal. Zwar waren sie bei der Europawahl nicht an den Urnen, aber sie erheben jetzt doch ihre zarten stimmchen. Wie war das noch gleich mit der Verdrossenheit?

Bildungskrise: Sehen so bald die Hörsäle aus?

Jetzt ist also die Bildung dran. Sie wollen kein Turboabi und auch kein verbachelorisiertes Turbo-”Studium” mehr. Zurück zum guten alten Diplom. Am besten ohne Studiengebühren und wieder 14 Semestern. Wie das halt früher auch war; schließlich hat sich dieses System doch auch bewährt, oder. An der Arbeitsmarktsituation der jetzigen Bachelor- und Masterabsolveten sieht man doch eh, dass sie von einem Praktikantenjob zum nächsten hechten. Bezahlung: von unentgeltlich bis maximal 400,- Euro. Letzteres allerdings nur, wenn man auch mindestens ein halbes Jahr bleibt; der Arbeitgeber möchte ja auch einen gewissen Nutzen vom Einblickgewähren des Ex-Studis und jetzt Arbeitsmarktbeginner haben. Wenn er seine Zeit dann durchgehalten hat (von abgesessen bis den Arsch abgearbeitet), kann er mehr mit Fug und Recht behaupten, mehr als in seinem gesamten BWL-Studium erlernt zu haben. Grau ist alle Theorie. Weiterlesen…

Das Prinzip Gießkanne

Seit ein paar Tagen hat sich die Deutsche Regierung also tatsächlich durchgerungen, mal eben 50 Milliarden Euro locker zumachen, um die kriselnde Wirtschaft nicht gänzlich absaufen zu lassen. Lustigerweise ist es kein Vergleich zur Krise Ende der 60er Jahre, wo der Staat schon einmal einen Haufen Geld in die Hand genommen hat. 2009 sieht das Bild anders aus. Um 3 Prozent also soll die Wirtschaft einbrechen. Mit dem Paket verringert sich dieser Abschung um sage und schreibe einem lächerlichen Prozent.

Rechtsruck von Staats wegen

Hurra, jetzt gibt’s also weniger Steuern zu zahlen, niedrigere Kassenbeiträge (wurden die nicht erst zum 01.01.2009 auf einheitliche 15,5 Prozent gesetzt?), Geld für Bildung – gut, zumindest augenscheinlich, denn es sollen vor allem die gröbsten Löcher erst einmal beseitigt und die Gebäude energetisch effizient gemacht werden (die Stadt Dortmund kann ein Lied von maroden Schulräumen singen) – und Sonderbeiträge für Kinder. Einmalig 100 Euro, klingt nicht schlecht, aber bringen tuts so gut wie nix.

Das hilft ebensowenig, wie den Hartz IV Satz für Kinder zu erhöhen oder den Steuerfreibetrag zu heben. Denn da geht es um den “kleinen” Mann, der entweder ohnehin schon steuerbefreit oder einen ziemlich geringen Betrag an den Fiskus entrichten musste. Weiterlesen…



Copyright © 2008–2010 claxon.de. Alle Rechte vorbehalten.

RSS Feed.