… oder: Da ist was faul im Italienischen Fußball
Gutes Essen, hervorragender Wein, mildes Klima, nette Menschen. Solche Dinge kommen einem sofort in den Sinn, wenn man an das Mutterland der Pasta, Bella Italia, erinnert wird. Und wer fußballbegeistert ist, der denkt automatisch auch an den unverdientesten (weil unfairsten) Weltmeister seit Jahrzehnten, an leere Stadien durch die gerne mal rassistische Sprechchöre hallen und Francesco Totti, dem kongenialen Mittelfeldregisseur vom AS Rom, der bei seinem Verein längst Heldenstatus erreicht hat. Warum dem so ist, das weiß keiner so richtig, denn an Verfehlungen mangelt es dem gebürtigen Römer beileibe nicht: Wegen einer Schwalbe wurde “il Capitano” bei der WM 2002 gegen Südkorea mit gelb-rot vom Platz gestellt, bei der EM zwei Jahre später spuckte er den Schweden Christian Poulsen an (angeblich hatte er ihn provoziert) und wurde für drei Spiele gesperrt. Immerhin bewies er auch ein wenig Humor, als er – von den Medien salopp gesagt als Dumpfbacke verschrien – ein Witzbuch herausgab und sich selbst damit aufs Korn nahm.

Überhaupt keinen Spaß verstand jener Totti allerdings im jüngsten Pokalendspiel gegen Inter Mailand. Wieder einmal verlor er die Beherrschung und, die drohende Niederlage vor Augen, tritt er beim Stande von 0:1 den jungen Stürme Mario Balotelli von hinten in die Beine. Weil sich das aber nicht gehört und dieser Pferdetritt weit mehr war als ein gewöhnliches Foul, sieht Totti wegen einer Tätlichkeit rot.
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... oder: Da ist was faul im Italienischen Fußball
Gutes Essen, hervorragender Wein, mildes Klima, nette Menschen. Solche Dinge kommen einem sofort in den Sinn, wenn man an das Mutterland der Pasta, Bella Italia, erinnert wird. Und wer fußballbegeistert ist, der denkt automatisch auch an den unverdientesten (weil unfairsten) Weltmeister seit Jahrzehnten, an leere Stadien ...