Archiveinträge für GEZ

3 nach 9 und die Wechselbörse

Ach, diese verflixten Freitagabende. Die Woche war hart, man will eigentlich noch ein Bierchen trinken, das zerschlägt sich jedoch aus diversen Gründen, worauf man die GEZ-geförderten Sender einschaltet, um ein wenig Bildungsfernsehen zu gucken. “Unterhaltung zum Mitdenken” kommt da gerade recht. So lautet zumindest der Untertitel von 3 nach 9, jener Talkshow aus Bremen, die nach dem Weggang von Amelie Fried und dem Kurzintermezzo der deplaziert wirkenden Charlotte Roche, bei der weiblichen Moderatorenrolle ein Bäumchen-Wechsel-Dich-Spiel initiierte, um die adäquate Partnerin für Giovanni di Lorenzo zu finden.

(Un)Lustiger Frauentausch bei 3 nach 9 | ©radiobremen

Irgendwie kristalliert sich jedoch heraus: entweder gibt es keine passende Partnerin oder die bisherige Auswahl wurde einfach nicht mit bedacht getroffen. Annette Dasch moderierte wie ein kleines Kind, Sandra Maischberger war wie immer und jüngst durfte sich die ehemalige “Ehrensenf”-Moderatorin Katrin Bauerfeind an der di Lorenzos Seite versuchen. Irgendwie lahmt dieses Vorhaben aber schon bei der gegenseitigen Vorstellungsrunde. Warum di Lorenzo unbedingt eine Hunziger-Parodie von Bauerfeind haben wollte, weiß niemand so genau. Jedoch auch nicht, warum Bauerfeind sich derart zierte. Wahrscheinlich war sie einfach nur aufgeregt.

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Schon GEZahlt für die Bundesliga?!

Irgendwas hat den Oberschwarzseher des Deutschen Fußballs jetzt mal so richtig geritten. Uli Hoeneß ließ in einem Interview in der Wirtschaftswoche verlauten, dass er es nicht ungern sähe, wenn die öffentlich-rechtlichen Anstalten sämtliche Bundesligarechte kaufen würden.

Uli Hoeneß gibt sich neuerdings für etwas komische Vorschläge her

Ihm schwebe da eine Summe von 900 Millionen Euro vor, die man mit einer “Zwangsabgabe” á la GEZ verdienen können, wobei man dann immer noch unter den TV-Einnahmen in England, Italien oder Spanien ist. Es reicht also, wenn jeder Gebührenpflichtige im Monat 2 Euro mehr bezahlen würde. Richtig, machen wir doch gerne. Dann brauchen wir keine Premiere mehr oder ersparen uns den Gang in die nächste Eckkneipe, wo wir die Samstagnachmittage in der Regel verbringen.

Aber man wird den Verdacht nicht los, dass es in der Argumentation von U.H. irgendwie hakt: Wie will man das allen Bundesbürgern, egal ob sie sich für Fußball interessieren oder nicht, schlüssig erklären, dass sie plötzlich einen Frack Ribéry mitfinanzieren, der im Monat um die 400.000 Euro verdienen soll?! Ein Luca Toni, Bastian Schweinsteiger, Lucio, Zé Roberto und wie sie alle heißen, die werden sicherlich nicht wirklich billiger sein. Jürgen Klinsmann wird auch nicht für lau die Millionentruppe trainieren. Sparpotentiale gibt es wahrlich genug. Weiterlesen…



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