Archiveinträge für FC Bayern

Wann ist ein Fan ein Fan?

Auf St. Pauli fliegt ein Bierbecher an den Kopf des Schiedsrichterassistenten, in München wird die Gewaltbereitschaft eines kleinen Teils der roten Anhänger mit Dutzenden Logos des blauen Stadtrivalen im Fadenkreuz dokumentiert. Die sonst so beschauliche Bundesliga wird extremer.

Aber was ist denn wirklich passiert? Der FC St. Pauli hat ein Heimspiel verloren – und dabei leider ein Zuschauer sich überhaupt nicht im Griff. Das ist insofern tragisch, da die Fans von St. Pauli zu den friedfertigen gehören, die sich mit maximaler Vehemenz gegen eine zunehmende Kommerzialisierung ihres Vereins stemmen, sich aber sonst positiv durch Stimmung, ausgefallene Aktionen und Choreographien im Stadion auszeichnen. Gemotzt und geschrien wird zwar auch, dass Becher fliegen ist neu, aber inakzeptabel.

Keine Fans, kein Ärger?

Beim FC Bayern hingen gehen sie aus anderen Gründen auf die Barrikaden. Weil ihr Ex-Manager und jetziger Präsident Uli Hoeneß den Stadtrivalen 1860 München angeblich über Gebühr unterstützt. Dabei stürzen sich die Fangruppen vor allem auf eine Aussage von Karl-Heinz Rummenigge auf der Jahreshauptversammlung, wo der Vorstandsvorsitzende weitere finanzielle Hilfen beim angeschlagenen Zweitligisten und Stadionmieter ausgeschlossen hatte. Weiterlesen…

Bayrischer Schiffbruch

Im Grunde genommen ist es ganz einfach: Der aktuelle Tabellenführer spielte am vergangenen Bundesligaspieltag gegen die Mannschaft, die sich da oben selbst immer gerne sehen würde. Allerdings ist es in dieser Saison etwas anders, denn der FC Bayern schielt maximal noch auf den zweiten Platz, denn auf die Meisterschaft. Zu der darf man Borussia Dortmund ja schon seit dem ersten Spiel nach der Winterpause gratulieren, aber rechnerisch, na klar, ist noch vieles möglich. Sogar der FC Schalke 04 könnte diese Dortmunder noch überholen, vorausgesetzt die Borussia gewinnt keines und Schalke alle ihre ausstehenden Spiele…

Unerwarteter Schiffbruch auf bayrischer See

Aber zurück zum schiffbrüchigen FC Bayern. Man kann doch einfach mal akzeptieren, dass der Gegner besser ist oder war und dass es schlicht kein Abo auf die Meisterschaft gibt. Diese muss man sich nämlich Jahr für Jahr wieder sehr hart erarbeiten. Weiterlesen…

Mit voller Kraft voraus…?!

Die Spatzen pfeifen es von den Dächern (z.B. hier oder hier), die Wachablösung steht bevor: Thomas Kraft soll in der Rückrunde den Kasten vom großen FC Bayern anstelle von Hans-Jörg Butt hüten. Chapeau, das ist doch endlich mal eine gute Nachricht. Warum? Das ist ganz einfach: Sagte man dem FC Bayern in der Vergangenheit gerne nach, sie würden die eigenen Talente zwar in den Himmel loben, sie aber nie spielen lassen – siehe Trochowski, Jarolim, Hummels oder Rückkehrer Kroos (um nur einige zu nennen), beweist Cheftrainer Louis van Gaal jetzt aber erneut Mut zur Verjüngung. Und das auf einer neuralgischen Position, wo die letzte Wachablösung mit Michael Rensing so kläglich scheiterte.

Künftig mit Kraft im Tor | © kraftfoods

Doch dieser Falle ist leicht anders gelagert. Denn Rensing, unbestritten ein guter Torhüter mit Potential nach oben, war von der Vorstandschaft eingesetzt worden und nicht vom Trainer. Weiterlesen…

Die Fußball-Langeweile

Kurz bevor sich das Jahr 2010 mit Riesenschritten dem Ende entgegen neigt, darf es hier endlich mal wieder um König Fußball gehen. Ereignisreich war dieses Jahr. Und Spannend. Und ungewöhnlich.Bayern wird Meister (nicht ganz ungewöhnlich), Pokalsieger und mit etwas mehr Mumm hätten sie sogar die Champions League gewinnen können. Sie spielen guten Fußball (sehr ungewöhnlich) und adaptieren ein System, das man sonst vom FC Barcelona kennt, wo Messi, Xavi, Iniesta & Co. wirbeln. Viel Ballbesitz und den Gegner mürbe spielen. In der Liga funktioniert das gut und ist auch irgendwie ansehnlich. Aber da gibt’s ja auch noch eine Weltmeisterschaft zu bestreiten.

Der Ball rollte 2010 verdammt oft

Eine junge Deutsche Nationalelf spielt. Und wie sie spielt. Die Vorrunde ganz in alter Tradition mit ein bisschen angezogener Handbremse, Angst und jeder Menge Rumpelfußball, in der K.O.-Phase geht es dann jedoch hoch her. Ein 4:1 gegen England und ein 4:0 gegen Argentinien schüren die Hoffnung, dass da wirklich etwas Großes klappen könne. Doch der Traum endet mit einem hundsmiserablen 0:1 gegen den späteren Weltmeister Spanien. Ohne Verve, ohne Mut und mit einem nahezu körperlosen Spiel kann man eigentlich gegen keinen Gegner gewinnen, sicherlich aber nicht gegen die Spanier.

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Bye bye Michael – das war’s wohl

Erste Auflösungserscheinungen im Torhüter-Sympathie-Check

Rensing, Butt, dann doch wieder Rensing und jetzt wieder Butt? So ganz will man es nicht verstehen, was beim bayrischen Rekordmeister auf einer der wichtigsten Spielpositionen in den letzten Wochen und Monaten vor sich ging. Mit viel Vorschusslorbeeren ausgestattet haben sie dem jungen Michael Rensing die Nachfolge von Oliver Kahn zugetraut. Bitte beachten, darunter waren so illustre Herren wie Hoeneß, Gerland und Sepp Maier. Dem jungen Mann fehlte es also zunächst nicht an Rückhalt, leider aber an einem sicheren Torwartspiel. Natürlich ist es nicht einfach, nach Olli Kahn das Bayerntor zu hüten, aber man hätte Rensing schon deutlicher aus der Schusslinie nehmen können und gut daran getan, nicht den kleinsten Fehler den die Medien hochgebauscht haben, brav immer weiter zu kochen. Jetzt ist eines der größten Talente zumindest beim FC Bayern verbrannt worden.

Bye, bye Michael!

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