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Wann ist ein Fan ein Fan?

Auf St. Pauli fliegt ein Bierbecher an den Kopf des Schiedsrichterassistenten, in München wird die Gewaltbereitschaft eines kleinen Teils der roten Anhänger mit Dutzenden Logos des blauen Stadtrivalen im Fadenkreuz dokumentiert. Die sonst so beschauliche Bundesliga wird extremer.

Aber was ist denn wirklich passiert? Der FC St. Pauli hat ein Heimspiel verloren – und dabei leider ein Zuschauer sich überhaupt nicht im Griff. Das ist insofern tragisch, da die Fans von St. Pauli zu den friedfertigen gehören, die sich mit maximaler Vehemenz gegen eine zunehmende Kommerzialisierung ihres Vereins stemmen, sich aber sonst positiv durch Stimmung, ausgefallene Aktionen und Choreographien im Stadion auszeichnen. Gemotzt und geschrien wird zwar auch, dass Becher fliegen ist neu, aber inakzeptabel.

Keine Fans, kein Ärger?

Beim FC Bayern hingen gehen sie aus anderen Gründen auf die Barrikaden. Weil ihr Ex-Manager und jetziger Präsident Uli Hoeneß den Stadtrivalen 1860 München angeblich über Gebühr unterstützt. Dabei stürzen sich die Fangruppen vor allem auf eine Aussage von Karl-Heinz Rummenigge auf der Jahreshauptversammlung, wo der Vorstandsvorsitzende weitere finanzielle Hilfen beim angeschlagenen Zweitligisten und Stadionmieter ausgeschlossen hatte. Weiterlesen…

Wann steigt Lothar aufs Karussell?

… Oder: Dürfen die das in der Bundesliga überhaupt?

Man darf vorwegschicken: Sie dürfen. Warum soll ein Unternehmen, und auch bei Fußballclubs handelt es sich letztlich um Unternehmen, nicht ihre Leute austauschen dürfen? Felix Magath coacht binnen einer Woche zwei verschiedene Clubs in einer Spielklasse, Ralf Rangnick geht zurück zu Schalke 04, Robin Dutt geht nach der Saison von Freiburg nach Leverkusen, wo Jupp Heynckes aufhört (,um wahrscheinlich zum FC Bayern zu gehen). Zuvor ward auch noch Armin Veh vom HSV entlassen und wenn es so weitergeht, dann hat der gestrige Jubilar Lothar Matthäus auch noch eine Chance auf eine Rückkehr in die Bundesliga. Schließlich wird an dem ein oder anderen Trainerstühlchen auch weiterhin fleißig gesägt werden.

Irgendwann macht's halt der Loddar

Die jüngsten Ereignisse im bunten Trainerkarussell werfen kein gutes Licht auf die heimische Liga, sagen verschiedene Medien. Weiterlesen…

Bayrischer Schiffbruch

Im Grunde genommen ist es ganz einfach: Der aktuelle Tabellenführer spielte am vergangenen Bundesligaspieltag gegen die Mannschaft, die sich da oben selbst immer gerne sehen würde. Allerdings ist es in dieser Saison etwas anders, denn der FC Bayern schielt maximal noch auf den zweiten Platz, denn auf die Meisterschaft. Zu der darf man Borussia Dortmund ja schon seit dem ersten Spiel nach der Winterpause gratulieren, aber rechnerisch, na klar, ist noch vieles möglich. Sogar der FC Schalke 04 könnte diese Dortmunder noch überholen, vorausgesetzt die Borussia gewinnt keines und Schalke alle ihre ausstehenden Spiele…

Unerwarteter Schiffbruch auf bayrischer See

Aber zurück zum schiffbrüchigen FC Bayern. Man kann doch einfach mal akzeptieren, dass der Gegner besser ist oder war und dass es schlicht kein Abo auf die Meisterschaft gibt. Diese muss man sich nämlich Jahr für Jahr wieder sehr hart erarbeiten. Weiterlesen…

“Guttenberg ist ein Betrüger”

Ach, unser allseits geliebter Verteidigungsminister. Er hat plagiiert. Aber ganz ohne sich dessen bewusst zu sein. Ehrenwort. Kann man doch glauben. Ist ohnehin nur eine Formsache so eine Doktorarbeit und inhaltliche oder formale Fehler lediglich eine Bagatelle. Da kann einem bei der Fülle von Quellen und Literatur schon das ein oder andere Zitat durchrutschen und wichtige Fußnoten abhanden kommen. Das ist doch menschlich. Zutiefst menschlich sogar. Und überhaupt: Gibt es nicht viel wichtigere Dinge auf der Welt? Tote Soldaten in Afghanistan etwa und die Bundeswehrreform?!

Guttenberg und das Plagiat | © Guttenplag Wiki

Da hat die Bevölkerung doch sicherlich Verständnis, wenn der Verteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg Anschuldigungen, er hätte im ganz großen Stile plagiiert, im Vorfeld kurzerhand als “abstrus” wegzuwischen. Weiterlesen…

Die Tabelle steht Kopf

Oder: Was wäre, wenn die Bundesliga jetzt schon zu Ende ginge?

Dortmund ist Meister! Okay, das ist keine Überraschung und da brauchen wir auch keinen Konjunktiv mehr. Jürgen Klopps junge Elf hat die Liga mit  ihrem Tempofußball par excellance teilweise derart verzaubert, dass sie es sich mehr als verdient haben. Aber Leverkusen tatsächlich direkt dahinter? Man mag es kaum glauben, auch wenn der vielmals geschmähte zweite Platz der Werkself dieses Jahr wirklich gut tun würde. Schließlich wäre man dann am Geldtopf der Champions-League und könnte es sich weiterhin leisten, Michael Ballack auf die Bank zu setzen. Sportlich braucht ihn nämlich nicht nur die Nationalmannschaft nicht mehr, sondern auch Bayer Leverkusen. Vielleicht landet er ja auch nicht mal mehr auf der Bank?!

Verkehrte Welt in der Tabelle | ©kicker

Gut, Bayern muss sich später als Dritter noch für die Champions-League qualifizieren, aber da das Finale 2012 in München stattfinden wird, kann man davon ausgehen, dass sie kommende Saison ebenfalls in der Königsklasse vertreten sein wollen – und werden. Weiterlesen…



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