Man on Fire

Ach, es gibt sie doch noch, die kleinen Perlen in der Musikwelt. Edward Sharpe & The Magnetic Zeros ist so eine und sie spielen demnächst sogar in Deutschland. Da will man doch gerne dabei sein, um den Beinen ein bisschen Auslauf zu gönnen. Herrlich.

Die Kunst mit dem Klebeband

Ich bin ja schon öfter darüber gestolpert und ganz neu ist es auch nicht, wenn man in der Kunstszene forscht. Aber, ja aber…

Der in Amsterdam ansässige Künstler Max Zorn bringt das Tapeart doch auf ein ganz anderes Level. Nur mit Klebeband, Skalpell und einer Durchleuchteinheit bewaffnet, macht er sich ans Werk, um das Tape in verschiedenen Schichten auf das Glas zu bringen. Klar ist, je dunkler eine Stelle werden soll, desto mehr Klebebänder müssen übereinander geklebt werden. So kommt dem künstlerischen Weißraum hier eine ganz entscheidende Bedeutung zu. Nachträglich kann zwar noch das ein oder andere mit dem Skalpell herausgeschnitten werden, aber es ist schon sehr erstaunlich, wie diese Bilder tatsächlich entstehen und wie sie später auf der Straße wirken. Denn da gehören sie hin. Auf die Straße. An die Straßenlaternen.

There She Walks | © Max Zorn

Ein bisschen Guerillamarketing gehört in diesen Tagen natürlich auch dazu. Die Streetart soll sich weltweit verbreiten – oder sagen wir: Es wäre wunderbar, wenn in jeder großen Metropole der Erde, mal ein Klebebandbild von Max Zorn an einer Straßenlaterne leuchten würde.

Ringsgwandl II

Sorry, aber der Mann schafft mir Heimatgefühle ohne Ende. Das ist sehr schön, wenngleich ich eine ganz andere Seite an mir kennenlerne.

Die Kondomisierung der Welt

Oder: Danke Apple, Teil II

Toll, Steve Jobs’ Firma hat es jetzt tatsächlich geschafft und wurde – zumindest zwischenzeitlich – wertvollstes Unternehmen der Welt. Doch wie konnte es dazu eigentlich kommen? Apple verbaute Computer mit eigenem Betriebssystem und darauf abgestimmter Hardware. Alles aus einer Hand. Das war und ist praktisch und irgendwie der Grundstein für den Erfolg gewesen. Aber der Rechnerverkauf ist längst nicht mehr die tragende Säule im Unternehmen. Plötzlich kam der iPod, dann das iPhone und auch das iPad kaufen die Fan-Boys brav ein. Zu nicht ganz günstigen Preisen, versteht sich. Es soll sich schließlich für beide Seite rentieren. Das Unternehmen steigert brav und stetig den Gewinn und der potente Käufer erlangt ein hübsch designtes Technik-Gadget, das er, so er es nicht weiter benutzen möchte, sogar in die Vitrine legen könnte.

iPhone-Kondom | ©Flickr / Micky.!

Und das ist genau der Knackpunkt: Weil Apple seine Produkte so hochpreisig vertreibt, verkommt der Gebrauchsgegenstand – und nichts anderes sind Computer, mobile Festplatten, Telefone & Co. – längst zum hippen Accessoire, das es zu schützen gilt.

Jetzt müssen die Mädels wieder runter vom Rasen

Ach ja, da war doch was. Jetzt ist sie also vorbei, die Frauen Fußballweltmeisterschaft 2011 in Deutschland. Nach einem dramatischen Finale, das erst im Elfmeterschießen entschieden wurde, sind die Japanerinnen sensationell, aber keineswegs unverdient Weltmeister(in) geworden. Die Deutsche Nationalelf hingegen schied früh aus und entfachte gleich ein paar Diskussionen im bunten Medienzirkus. Zum Beispiel in der taz, Gegendarstellung in der Bild und sogar der liebe Herr Wagner durfte wiederum in der taz seinen Senf dazu geben. Ah ja.

Ob sich der Frauenfußball durchsetzen wird? | Audrey Pilato / Flickr (CC BY 2.0)

Dann aber durfte man endlich auch diskutieren, was die Mädels uns das Umfeld falsch gemacht haben. Die Bundestrainerin reagierte auf die Kritik ja ziemlich dünnhäutig, was wiederum bedeuten kann, dass sie vielleicht doch nicht alles richtig gemacht habe.