Archiveinträge für Zwischennetz

Uli auf Abwegen?

Hm, jetzt weiß ich gar nicht so recht, was ich davon halten soll. Der Präsident vom FC Bayern München scheint seine neue Freizeit wirklich konsequent zu nutzen. Aber: Ist das wirklich lustig?

iPad oder uTod?

Oder: erklär mir einer die Wirtschaft Teil III

“No Logo” hieß das Buch der “etwas” linken Amerikanerin Naomi Klein. Da wurde eigentlich recht gut erklärt, wie große Firme ihre Markt- und vor allem Machtposition auf- und ausbauen. Um es kurz zu machen: Egal, ob Nike, Adidas oder Hilfiger, die meisten Firmen kommen da ganz und gar nicht gut weg. Produzieren brav in irgendwelchen “Fee Zones” – und die stehen meist, na klar, in “Billiglohnländern”. Vorsichtig ausgedrückt.

Auch Apple macht da keine Ausnahmen. Foxconn dürfte zumindest für den angebissenen Apfel zum “very unpleasant word” gekürt worden sein. Denn die chinesische Firma verbaut edle Technikkomponenten zu iPods – und neuerdings auch iPads, die Apple bekanntlich mit großem Erfolg und zu hohen Preisen vertreibt.

In der Apfel-Falle | ©Yutaka Tsutano/Flickr

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Die Wunderflunder?!

Allmählich wird es ja ein wenig langweilig. Die Firma mit dem angebissenen Apfel als Logo bringt ein neues Gerät auf den Markt, das als revolutionär gefeiert wird, obwohl es das gar nicht ist. Das iPad sieht schick aus, ist dünn und soll sämtliche Online- und Printinhalte abspielen können. In Echtzeit und superbequem. Mit einer anschließbaren Tastatur soll man dann auch noch schreiben können, wie man es gewohnt war und natürlich sollen die Omas und Opas bittesehr genau dieses Stück Technik kaufen, um ganz intuitiv die Zeitung der Zukunft lesen zu können.

Alles klar?

iPad = Wunderflunder? ©Apple

Verwundert reibt man sich die Augen, wie sämtliche Medien (sogar die, die gemeinhin als seriös einzustufen sind) diese Apple-Gerät preisen und stolz darüber berichten. In kürzester Zeit gibt es Reviews, nach drei Tagen erscheinen die ersten Langzeittests, wie und wo man mit dem Ding arbeiten kann. SPON berichtet von Hitzeschäden und das Apfel-Logo ist präsent wie einst es nur Microsoft war. Und tatsächlich feiern nicht wenige Medien das iPad als Messias, welches bitteschön dem angeschlagenen Journalismus auch im digitalen Zeitalter Einnahmen bescheren soll. Es wird ja für alles ein App geben. Das lädt man sich herunter, nachdem man brav ein paar Euro gen Cupertino überwiesen hat.

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Vom iPhone und dem Milchmädchen

Tatsächlich ist es so, dass iPod und iPhone der Firma Apple nicht nur außergewöhnliche wirtschaftliche Erfolge bescherten, sie wurden – ähnlich wie das beim Taschentuch und Tempo der Fall war – zum Synonym für mobiles Musikhören respektive Telefonieren. Außerdem sehen die Dinger schick und trendy aus, so dass der “Haben-Will-Faktor” gepaart mit geschickt eingesetzter Werbung in ungeahnte Höhen getrieben wurde. Wohl dem, der sich von vornherein entschließen kann, so ein Gerät maximal mit dem Hinterteil anzuschauen. Denn wer einmal das iPhone in Händen hielt und Zeit fand, ein wenig damit herumzuspielen, der möchte es schnell nicht mehr weglegen und findet es schlicht richtig gut. Apfeljünger hin, trendbewusste Yuppies her.

Egal, ob mit oder ohne Vertrag: um das iPhone richtig nutzen zu können, muss man ein bisschen Geld locker machen

Doch das Habenwollen ist nicht nur in den USA, sondern auch hierzulande an einige Hürden gebunden worden. Man bekommt das iPhone nur mit Vertrag vom rosa Telekommunikationsriesen, der ist auf zwei Jahre ausgelegt und durch den “weitere Kosten entstehen” und obendrein ist das Telefon nur auf das T-Mobile-Netz zugelassen. Wer tatsächlich Kunde bei der Telekom ist, für den ist die Hemmschwelle bedeutend geringer als für Leute, die erst mal durchschnaufen wollen, wo sie doch gerade erfolgreich jenes ehemalige Staatsunternehmen verlassen konnten (und auch ein solcher Wechsel ist nicht ohne!). Solche Leuten wollen nicht zurück – aber trotzdem ein iPhone. Zeit also, um ein wenig herumzurechnen, schließlich bekommt man die iPhones der neuesten Generation ja auch in Polen, Belgien oder Italien ohne Vertrag und ohne SIM-Lock.

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Ein Königreich für eine Rabattmarke

… oder: von Kundenbindung und Ködern im Internetzeitalter

Nun ja, Kundenbindungsmethoden sind ja mindestens schon so alt, wie es die (freie) Marktwirtschaft gibt. Alt ist zudem, dass Unternehmen mit aller Macht versuchen, ihre Kunden bei der Stange zu halten, damit – insbesondere in wirtschaftlich schlechteren Zeiten – ein solider Grundumsatz gewährleistet werden kann. Neu jedoch ist, wie sie das in Zeiten der virtuellen Vertriebskanäle versuchen. Der Mario-Markt etwa ist ein Paradebeispiel dafür, wie man die klamme, aber dennoch kaufwütige, Masse mobilisiert. Erst mal gibt’s eine Woche lang eine zehnprozentige Chance auf einen komplett kostenfreien Einkauf, dann gibt’s Einkaufsgutscheine zwischen 50 und 200 Euro (je nachdem wie viel Geld man im Markt lässt) und aktuell darf der Kunde für Null Prozent mobile Rechner finanzieren. Die nächsten Aktionen stehen sicher ebenfalls schon ins Haus.

Nur noch kaufen, wo man vermeintlich sparen kann

Das Geschäft mit den Bonuszahlungen, Rabattaktionen und Gutscheinen floriert – und scheint bei den Leuten zu wirken. Von Autoteilen über Fotobüchern bis hin zur Mobilfunk-Prepaid-Karte (und noch viel mehr) findet man unter einem Dach beim Portal Tom’s Gutscheine. Sparfüchse können sich dort bequem ihren virtuellen Gutschein für verschiedenste Bereiche abholen und einlösen. Das freut den Schnäppchenjäger außerordentlich.

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