Archiveinträge für Zwischennetz

Der weiße Knopf im Ohr

Oder: Danke Apple, Part I

Fast zehn Jahre ist es her, da brachte der Computerhersteller mit dem angebissenen Apfellogo den Sound wieder auf die Ohren. iPod hieß das kleine Gerät – und heißt es noch immer – und wurde ein derartiger Verkaufsschlager, der dem Apple-Konzern einen ungeahnten wirtschaftlichen Höhenflug bescherte, der bis heute anhält. Zwanzig Jahre nach der Einführung von Sonys Walkman wollten die Menschen jetzt urplötzlich auch unterwegs nicht mehr auf ihre Lieblingsmusik verzichten. Schnell wurde das kleine weiße Ding mit dem beweglichen Scrollrad trotz seines hohen Preises zu einem Must-Have für die Musikliebhaber digitaler Musik. Außerdem gelang es Apple mit dem kleinen weißen Musikspieler erneut ein Gefühl von “Habenwollen” bei den Hipstern dieser Welt zu erzeugen. Anfangs noch zaghaft, mittlerweile sind die iPods aber derart omnipräsent, dass sie aus dem individuellen musikalischen Leben nicht mehr wegzudenken sind.

Weiße Applekopfhörer: Klanglich unterdurchschnittlich, dennoch omnipräsent. © Flickr/Khairil Zhafri

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Der Apfel wird allmählich faul

Oder: Wie Computerhersteller Apple mit dem “Mac App Store” erneut eine weitere Geldvernichtungsmaschine anwirft

Pünktlich zum Nikolaustag veröffentlichte Apple seinen Mac App Store. Ähnlich wie schon mit dem überaus erfolgreichen App Store für das iPhone sollen Nutzer künftig ihre Software bequem über den eigens kreierten Vertriebskanal beziehen. Und künftig bitteschön nur noch über diesen, schließlich birgt das jede Menge Vorteile:

- Software suchen und mit einem Klick laden
- Software finden, von deren Existenz man noch nie gehört hat, die sich jedoch als clevere Helferlein entpuppen
- ”Immer die richtige App finden”, um produktiv weiterarbeiten zu können
- Vergleichsweise günstigere Preise als im herkömmlichen Handel

Das neue virtuelle Apfel-Software-Stübchen | ©Apple

Auf den ersten Blick sieht das für den Endanwender doch wunderbar aus. Allerdings gibt es einige Ungereimtheiten (ugs. Nachteile), die man ebenfalls nicht außer Acht lassen sollte.

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The Winner takes it all

Geschenke, Geschenke, Geschenke und gewinnen, gewinnen, gewinnen. So – oder so ähnlich – machen uns die Medien gerade heiß. Man soll mitspielen, möglichst alles auf Facebook “liken”, “weiterposten”, “twittern” oder per Mail an den allerbesten Freund weiterleiten. Wer mag schon nicht gerne Geschenke bekommen und wer mag schon nichts gewinnen?! Eben, niemand. Also lassen wir uns gerne mal vor die virale Marketingmaschine einspannen, geben brav unsere virtuellen und realen Adressen her, um vielleicht doch zu den Glücklichen zu gehören, die endlich mal was gewinnen. Pünktlich zu Weihnachten passt es da ja ganz gut, dass die Gewinnspiel-Adventskalender wie die Pilze aus der Erde schießen. Mal mit mehr und oft auch mit weniger interessanten Gewinnen. Aber schon allein das Wort “Gewinnen” löst bei vielen ja einen geradezu pawlowschen Reflex hervor. Immerhin kann man ja die guten Gewinne behalten und die schlechten weiter verschenken. So richtig raus aus der Krise sind wir ja schließlich noch immer nicht.

Sehen so Sieger aus?!

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Leidige Straßenansichten…

… und die Welt verliert ihr Geheimnis.

Google. Immer wieder die Datenkrake Google, ätzt es durch die deutsche Medienlandschaft. Nach ihrer erfolgreichen Kartographie der Erde sind jetzt ganze Städte dran. Aber nicht mehr aus der Vogelperspektive, sondern aus der, die wir selbst gewohnt sind. Doch neben den gewöhnlichen Sehenswürdigkeiten, die in keinem Reiseführer fehlen dürfen, werden auch weniger prominente Straßenzüge aufgenommen. Private Reihenhäuser, spielende Kinder, Passanten – Straßenansichten eben. Doch Datenschützer laufen Sturm gegen das geplante Abfotografieren und die virtuelle Verfügbarkeit für alle Ewigkeiten. Persönlichkeitsrechte werden en passant verletzt, selbst wenn der Dienst die Gesichter verpixeln will. Häuser von Reichen sollen so noch bequemer ausspionierbar werden – potentiellen Einbrechern wird es also noch leichter gemacht: Sie müssen nicht mal mehr mit dem eigenen Auto vorfahren.

Ganz schon grau, dieses Rom | Google Street View

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Das große Flattern

oder: wie ein Mikropayment-Dienst die Blogosphäre retten will.

Flattr ist auf einmal nicht nur in aller Munde, sondern verziert seit etwa einem Monat auch die Seiten einschlägiger Blogs und Informationsportale. Zusätzlich zu unsäglichen “I Ilke”-, Twitter-, Google-, Delicious- oder Myspace-Buttons. Hintergrund: Die Leser können mit einem kleinen Geldbetrag die Arbeit des Bloggers ganz unmittelbar honorieren.

Flatter rettet (oder überschwemmt) die Blogosphäre | ©flattr.com

Das Procedere ist denkbar einfach: man erstellt einen Account, lädt Guthaben drauf, bestimmt, welchen Betrag man monatlich “verflattern” will und kann fortan Artikel honorieren, die einem gefallen. Der monatliche Flattr-Betrag wird dabei durch die für gut befundenen Artikel geteilt, so dass “Wenig-Flatterer” theoretisch einen höheren Betrag als Viel-Flatterer pro Klick den Seitenbetreibern oder dem Autor zuschustern.

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