Archiveinträge für Politik

Alträder verschrotten und kassieren?!

Na klar, die Abwracker reiben sich die Hände, wollen doch viele Altfahrzeughalter ihr neun Jahre altes Auto verschrotten lassen, um endlich ein schadstoffärmeres zu erstehen. Dass dabei weniger auf deutsche denn auf asiatische Importwägen gesetzt wird, konnte man natürlich im Vorfeld nicht erahnen und da es die Prämie von 2.500 Euro auch gibt, kann munter davon Gebrauch gemacht worden.

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) hat jetzt eine eigene Aktion ins Leben gerufen: “Neue Räder braucht das Land”. Die erste Umweltprämie, die den Namen auch wirklich verdient. Warum sollen denn nur Altwagenbesitzer davon profitieren, zumal sich die ja wieder einen CO2-Fresser, wenngleich der ja schadstoffärmer sein wird, in die Garage stellen werden?! Auf der Seite vom VCD kann man direkt eine Mail an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) versenden, um vielleicht später auch in den Genuss an einer Altrad-Verschrottungs-Umweltprämie zu kommen.

Dieses Rad hat ausgedient. Grund die Abwrackprämie anzufordern und auf ein neues zu setzen

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Erklär mir doch einer die Wirtschaft?!

Irgendwer muss 2009 wohl dran glauben

Irgendwer muss 2009 wohl dran glauben

Okay, das mit den unmoralischen Bankern hatten wir schon. Immerhin können die auf gültige Verträge zurückgreifen und von uns wäre nicht froh, wenn der Arbeitsvertrag zum Ende des Jahres noch Millionenzahlungen beinhalten würde. Moral hin, Moral her. Non olet! Aber, was ist denn jetzt mit der Autoindustrie, die nach und nach in sämtlichen Teilen der Welt den politischen Canossa-Gang vollführt, um noch ein paar zusätzliche Finanzspritzen zu bekommen?! Wer entscheidet denn, welcher Industriezweig und welche Firma es denn wirklich wert ist, “gerettet” zu werden? Oder zählt da lediglich, wie viele Mitarbeiter potentiell auf der Straße landen können? Das versteh’ ich als Otto-Normal-Dummer leider ganz und gar nicht und bitte, nein fordere, den aufmerksamen Leser auf, mir da aus der Patsche zu helfen. Weiterlesen…

Zu gierig?

Ehe sie von den Ketten gelassen werden, gibt’s noch ein wenig GeldNein, nein, nein und nochmal nein, “zu gierig” gibt’s doch gar nicht. Warum sollten wir denn alle gemütlich nebeneinanderher leben, friedlich und dem Nachbar gönnen, dass er gerade 17,5 Millionen im Lotto gewonnen hat?! Eben, geht nicht. Denn es liegt nicht in unserem Wesen, dass wir uns mit dem begnügen, was wir immer schon besaßen, sondern wir wollen eben weit mehr als nur unseren Besitzstand wahren. Immer mehr, weiter, lauter eben, wie überall in der Welt…

Deshalb handeln die angeschlagenen Banken durchaus konform, wenn sie jetzt noch ein paar Mark, pardon, Milliarden Euro, an die z.T. schon gechassten Manager ausschütten. Aber schon steht er da, der mediale Zeigefinger und erinnert uns und die, die das Geld erhalten sollen, an die liebe Moral. Weiterlesen…

Heute morgen in der taz

Unter der Rubrik “verboten” steht heute in der Berliner taz dieser wunderbare Artikel, den ich hier einmal zitieren will:

Guten Tag,
meine Damen und Herren, liebe Welt!

Die Vereinigten Staaten von Amerika, Ihr bewährter Provider für Ideale wie Freiheit und Demokratie, möchten sich hiermit für den totalen Service-Ausfall im Zeitraum von 2001 bis 2008 entschuldigen. Inzwischen ist es uns gelungen, den technischen Fehler zu lokalisieren.

Sämtliche Teile, die für diesen Fehler verantwortlich waren, sind am 20. Januar 2009 ausgewechselt worden. Erste Tests der neu installierten Komponenten in der vergangenen Woche deuten darauf hin, dass das System nun wieder einwandfrei funktioniert. Wir möchten uns für alle Unannehmlichkeiten entschuldigen und bedanken uns für Ihr Verständnis und Ihre Geduld.

Herzlich, Ihre USA.

(taz vom 26.01.2009)

Das Prinzip Gießkanne

Seit ein paar Tagen hat sich die Deutsche Regierung also tatsächlich durchgerungen, mal eben 50 Milliarden Euro locker zumachen, um die kriselnde Wirtschaft nicht gänzlich absaufen zu lassen. Lustigerweise ist es kein Vergleich zur Krise Ende der 60er Jahre, wo der Staat schon einmal einen Haufen Geld in die Hand genommen hat. 2009 sieht das Bild anders aus. Um 3 Prozent also soll die Wirtschaft einbrechen. Mit dem Paket verringert sich dieser Abschung um sage und schreibe einem lächerlichen Prozent.

Rechtsruck von Staats wegen

Hurra, jetzt gibt’s also weniger Steuern zu zahlen, niedrigere Kassenbeiträge (wurden die nicht erst zum 01.01.2009 auf einheitliche 15,5 Prozent gesetzt?), Geld für Bildung – gut, zumindest augenscheinlich, denn es sollen vor allem die gröbsten Löcher erst einmal beseitigt und die Gebäude energetisch effizient gemacht werden (die Stadt Dortmund kann ein Lied von maroden Schulräumen singen) – und Sonderbeiträge für Kinder. Einmalig 100 Euro, klingt nicht schlecht, aber bringen tuts so gut wie nix.

Das hilft ebensowenig, wie den Hartz IV Satz für Kinder zu erhöhen oder den Steuerfreibetrag zu heben. Denn da geht es um den “kleinen” Mann, der entweder ohnehin schon steuerbefreit oder einen ziemlich geringen Betrag an den Fiskus entrichten musste. Weiterlesen…



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