Archiveinträge für Kultur

Studentenköppe gehen auf die Straße

Endlich gibt’s mal wieder Studentenproteste. Hat ja lange genug gedauert, dass sich die kommende Elite Deutschlands auf die Straße wagt. Sie sind gegen Bachelor, gegen ein verschultes System, das in der Praxis auch noch wenig flexibel ist, gegen Studiengebühren, gegen arme Eltern, gegen Bevormundung und gegen die ständigen Einschränkungen, die das starre Punktesystem mit sich bring. Natürlich dürfen da Berichterstattungen in den Zeitungen nicht fehlen. Klar, dass auch die taz darüber schreibt und eine Studentin zu Wort kommen lässt, die ihr Leid über das Bachelor-System klagt. Einiges sicherlich mit Recht, anderes habe ich jedoch ganz anders in Erinnerung und wundere mich, dass sich die Studis so beschweren.

Die Bibliothek, das fremde Wesen | ©SXC

Ein kleiner erweiterter Erfahrungsbericht, quasi als Gegenentwurf, aus der Elitekaderschmiede Heinrich-Heine-Universität zu Düsseldorf

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35 bei 3 nach 9

… oder ist es gar schon fünf vor zwölf?

Ich muss gestehen, es gibt nichts schöneres, als am Freitag die Talkshows zu verfolgen. Barbara Schöneberger und Hubertus Meyer-Burckhardt sowie ihr Pendant Die Tietjen und Dibaba (beide im NDR) oder eben Giovanni di Lorenzo mit Neumoderatorin Charlotte Roche. Letztere durften gestern bei Radio Bremen 35 Jahre 3 nach 9 feiern. Aus diesem Grunde waren neben den “normalen” auch Gäste aus der aller ersten Sendung mit dabei: Klaus Reiner Röhl (Publizist und Mann von Ulrike Meinhoff), Wolfram Siebeck (Gastrokritiker) und Trixi Schuba (Olympiasiegerin im Eiskunstlauf). Glücklicherweise wurde dem Trio jedoch nicht allzu viel Zeit eingeräumt, zumal di Lorenzo kurzzeitig gar nicht mehr wusste, was er noch weiter fragen solle.

3nach9

Überhaupt, das Motto der Show “Unterhaltung zum Mitdenken” scheint überhaupt nicht mehr zuzutreffen. Und das lag vor allem an der mauen Darbietung des Moderatorenduos, denn die geladenen Gäste konnten sich sehen lassen. Von Bestsellerautor Frank Schätzing erfuhr man ein bisschen was von seinem neuen Buch Limit und auch, dass er gern in Kölner Cafés schreibt. Alles, was man Schauspieler und Moderator Dieter Moor wissen wollte, wusste man schon (Schweizer, warum nach Deutschland und dann ausgerechnet auf einem Bauernhof in Brandenburg). Außer vielleicht, dass seine Frau jetzt bald die Wasserbüffel mit eigenem Gewehr töten wird; aber bitteschön aus weniger als fünf Meter und auch nur, wenn der Büffel wiederkäut, weil es, kaum zu glauben, dafür ein Gesetz gibt. Immerhin, der wohl kurzweiligste Gast des Abends, auch wenn das wirklich vorauszusehen war.

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Butterbrot und Fische

Kinder, wie die Zeit vergeht. Vor kurzem noch in Barcelona, jetzt wieder in der Hauptstadt. Und weil das ein Grund zu feiern ist, mach ich mich auf den langen beschwerlichen Weg dorthin. Mal schauen, was es da zu berichten gibt von dem Modeverrückten Volk. Eins ist aber jetzt schon klar: langweilig wird’s wohl nicht!

Auf zum Butterbrot

Welcome to Mali

Ach, wie ist das schön in einer im höchsten Maße globalisierten Welt – insbesondere was Musik anbelangt. Seit es das Internet gibt (Youtube oder LastFM lassen grüßen) ist es noch viel einfacher geworden, Musik kennenzulernen, die man für gewöhnlich nie hätte kennenlernen können. Schon der Distanz wegen. So kommt es, dass die blinde Mariam und ihr blinder Mann Amadou auf der Bühne der Muffathalle stehen und den Zuhörern einen wunderbaren Abend bescheren. Verständlicherweise weniger, was die Show anbelangt, als vielmehr durch ihre mit afrikanischen Rhythmen durchzogenen musikalische Weltreise, die sämtlichen Anwesenden durch die Glieder zuckte. Weiterlesen…

Interviewfragen können aber auch nerven…

Der “Godfather” des Nachttalks, David Letterman, hatte jetzt einen etwas renitent antwortenden Gast bei sich: Schauspieler Joaquín Phoenix. Der möchte ja nicht mehr schauspielern, sondern dem ziemlich artifiziellen Hollywood-Glamour dem Rücken kehren und ein bisschen Musik machen. Finde ich gut und konsequent. Er war ja immerhin schon als Kind vor der Kamera und nach 20 Jahren kann es auch mal genug sein. Jetzt möchter der 34-jährige halt was anderes machen und hat deshalb wohl auch sein Aussehen etwas verändert (lange Mähne, wilder Rauschbart).

Warum er ausgerechnet von Letterman eingeladen wurde, obwohl er momentan nichts wirklich Neues auf die Beine gestellt hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Er sollte wohl den Film “Two Lovers” mit Gwyneth Paltrow promoten, aber darauf hatte er einfach keine Lust. Phoenix (böse Zungen behaupten, er hätte unter Drogeneinfluss gestanden) trieb den “Nighttalker” mit seinem mürrischen Auftritt beinahe an den Rand der Verzeiflung.



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