Leidige Straßenansichten…
… und die Welt verliert ihr Geheimnis.
Google. Immer wieder die Datenkrake Google, ätzt es durch die deutsche Medienlandschaft. Nach ihrer erfolgreichen Kartographie der Erde sind jetzt ganze Städte dran. Aber nicht mehr aus der Vogelperspektive, sondern aus der, die wir selbst gewohnt sind. Doch neben den gewöhnlichen Sehenswürdigkeiten, die in keinem Reiseführer fehlen dürfen, werden auch weniger prominente Straßenzüge aufgenommen. Private Reihenhäuser, spielende Kinder, Passanten – Straßenansichten eben. Doch Datenschützer laufen Sturm gegen das geplante Abfotografieren und die virtuelle Verfügbarkeit für alle Ewigkeiten. Persönlichkeitsrechte werden en passant verletzt, selbst wenn der Dienst die Gesichter verpixeln will. Häuser von Reichen sollen so noch bequemer ausspionierbar werden – potentiellen Einbrechern wird es also noch leichter gemacht: Sie müssen nicht mal mehr mit dem eigenen Auto vorfahren.


